
Ein Sidebusiness zu führen bedeutet – neben allem anderen – täglich viele Entscheidungen zu treffen. Und das meist in einem engen Zeitrahmen, der Fokus und klare Prioritäten verlangt.
Einige dieser Entscheidungen treffe ich bewusst, andere passieren einfach.
Vor allem dann, wenn ich versuche, allem gleichzeitig gerecht zu werden.
Selfcare stand dabei lange nicht auf meiner Liste.
Es gab immer etwas, das dringender schien.
Bis ich gemerkt habe, dass ich zwar vorankomme –
mich selbst dabei aber immer öfter übergehe.
Selfcare & Sidebusiness – beides läuft nicht einfach so nebenbei
Danke, liebe Rani für diese wunderbare Blogparade.
Das Schreiben meines Beitrags hat mir gerade nochmals bewusst gemacht,
was Selfcare für mich wirklich bedeutet.
Und das hat rein gar nix mit Schaumbädern, Wellness-Wochenenden oder
schön klingenden Affirmationen zu tun.
Wie Selfcare überhaupt zum Thema wurde
Mein Sidebusiness war schon immer durchdacht. Denken kann ich nämlich ziemlich gut und muss aufpassen, nicht ins zerdenken oder überdenken hinein zu rutschen.
Ich hatte tolle Ziele, viele Ideen, noch mehr To-dos und natürlich den klaren Wunsch, etwas Eigenes aufzubauen.
Das Ganze zeitlich begrenzt, realistisch geplant und schön in meinen Alltag integriert.
So der Plan ;-).
Was ich unterschätzt hatte, war jedoch nicht der Aufwand an sich.
Sondern die innere Daueranspannung.
Dieses ständige "Ich könnte doch noch …".
Der gedankliche & gefühlte Wechsel zwischen Job, Alltag und Business.
Das Gefühl, immer ein bisschen hinterher zu sein – egal, wie gut ich organisiert war.
Selfcare wurde nicht wichtig, weil etwas spektakulär schiefging.
Sondern eher, weil ich gemerkt habe:
So, wie ich mit mir umgehe, geht das auf Dauer nicht gut.
Meine Vorstellung von Selfcare heute
Selfcare ist für mich kein Gegenentwurf zum Arbeiten.
Und auch kein besonderes Konzept, das ich durchziehen muss.
Sie zeigt sich in kleinen, vermeintlich harmlosen Alltags-Momenten:
- darin, wie ich meine Grenzen setze
- wie schnell ich über sie hinweggehe
- und ob ich das überhaupt bemerke
Oder
- wie ich mit mir spreche, wenn etwas schief läuft
- ob ich mich lobe, wenn etwas gut läuft
- ob ich mir selbst danke sage und mich einfach mal so in den Arm nehme
Was im Alltag funktioniert
Was mir hilft, ist erstaunlich unspektakulär.
Doch konsequent durchgeführt, macht es einen grossen Unterschied.
Klare Endpunkte setzen
Anzufangen ist das eine, bewusstes Aufhören das andere.
Das Sidebusiness frisst sonst jeden freien Gedanken und jede freie Minute.
Realistische(re) Erwartungen an mich selbst
Nicht jeder Abend ist kreativ.
Nicht jede Woche fühlt sich produktiv an.
Nicht alles klappt auf Anhieb.
Das anzunehmen spart mehr Energie als jeder Optimierungsversuch.
Zwischenräume zulassen
Nicht sofort den nächsten Schritt planen.
Nicht gedanklich 5 Schritte weiter sein.
Manchmal einfach stehen lassen, würdigen und geniessen (die Königinnen-Disziplin),
was gerade da ist.
Wo ich an Selfcare gescheitert bin
Ich bin immer dann gescheitert, wenn ich dachte,
ich müsste nur noch ein bisschen durchhalten.
Noch diesen EINEN Schritt.
Noch diesen EINEN Launch.
Noch diese EINE Idee.
Truth to be told: An dieser EINEN Sache hängen eine Million weitere Dinge,
die dafür zu tun sind.
Ich habe meine Grenzen nicht nur ignoriert –
ich habe sie verschoben in eine Richtung, die mir nicht gut getan hat.
Das ist für mich der heikle Punkt:
Ich bin häufig on fire und mache so gerne, was ich tue.
Dabei vergesse ich auch gerne mal alles um mich herum.
Mein Körper sagt mir liebevoll Bescheid – ich ignoriere es.
Mein Körper ruft etwas lauter – ich beschwichtige.
Mein Körper schreit – ich höre endlich hin. Allerdings ist das dann schon ziemlich schmerzhaft.
Worin ich noch besser werden möchte
Ich möchte lernen,
- nicht jede freie Minute "produktiv zu verwerten"
- Erschöpfung nicht sofort wegzuoptimieren
- mir selbst zuzuhören und meinem Körper liebevolle Aufmerksamkeit zu schenken
Nicht, um weniger ernsthaft zu arbeiten.
Sondern um langfristig verbunden zu bleiben – mit mir und mit dem, was ich aufbaue.
Ein Sidebusiness braucht Entscheidungen, Fokus und Dranbleiben (wie jedes andere Business auch).
Doch es braucht auch sehr viel Aufmerksamkeit für den Menschen, der es aufbaut.
Selfcare ist deshalb kein süsses Sahnehäubchen.
Sie ist das, was verhindert, dass ich mir etwas aufbaue –
und mich selbst auf diesem Weg verliere.
Vielleicht ist die wichtigste Frage deshalb nicht:
Was ist der nächste Schritt, der mich voran bringt?
Sondern:
Wie gehe mit mir selbst um, wenn ich diesen nächsten Schritt gehe?
Was bedeutet Selfcare für dich?
Schreibe es gerne in die Kommentare und lass uns voneinander lernen.

Hugs, love & happiness
deine Tanja
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Wer schreibt hier?
Tanja Hug – Mentorin für Sidebusiness-Heldinnen, Content Marketing-Expertin mit Herz & Kopf und leidenschaftliche Feldleserin.
Ich unterstütze feinfühlige Frauen dabei, ihr Business neben dem Job sichtbar zu machen & Kundinnen zu gewinnen – mit Energie, Intuition und klarer Strategie.
